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3. Internationale Tübinger Judo-Schulsport-Fortbildung

10.-12. Oktober 2008

FortbildungKnapp 1000 m2 Mattenfläche, mehr als 140 Judokas,  und 10 hochqualifizierte Referenten, darunter so klangvolle Namen wie die von Dr. habil. Hans Müller Deck (9. Dan) und Olympiasieger (1996)  Udo Quellmalz (6. Dan) - soweit die Eckpunkte der Fortbildung. Eigentlich ein Aufgebot und Programm, dass sich kein Judotrainer im Süddeutschen Raum entgehen lassen sollte. Umso erstaunlicher, dass sich unter den 140 Teilnehmern (die bis vom österreichischen Salzkammergut anreisten) gerade einmal 4 Judokas aus Schwaben befanden: Walter vom JCA und wir drei, Michael, Emmo und Mathias vom Post SV Telekom Augsburg.

Wie schon in der Ausschreibung angekündigt war es keine Technik-Sammel-Fortbildung, sondern die Referenten versuchten den Spagat zwischen dem Schul-und Breitensport-Judo und modernen Wettkampf-Trainingsmethoden zu spannen - und dass ist in hervorragender Weise gelungen!

Anfängermethodik, Bewegungslandschaften, situationsabhängige Stand- und Bodentechniken, spielerisches Kraft- und Koordinationstraining für Erwachsene und Kinder, Maßnahmen zur Teambildung und Sportakrobatik auf der Judomatte... wie in einem Kaleidoskop wurden den teilnehmenden Trainern Ideen, Möglichkeiten und Anregungen zur abwechslungsreichen Gestaltung des Trainings gezeigt und ausprobiert wurde das alles natürlich auch gleich - v.a. die Entspannungseinheiten erfreuten sich großer Beliebtheit J.

Aber genauso wichtig wie das Training waren die langen Abende, an denen die Möglichkeit bestand, sich mit anderen Trainern auszutauschen und wertvolle Kontakte zu anderen Vereinen zu knüpfen.

Alles in allem eine äußerst gelungene Fortbildung, in der es nicht nur darum ging „was für Judo" unterrichtet werden soll; der Schwerpunkt lag darauf, „Judo methodisch abwechslungsreich zu unterrichten" und so vielleicht das eine oder andere Mitglied zu halten oder zu Gewinnen das nicht „nur Kämpfen" will sondern Judo aus  einer ganz anderen Motivation heraus betreibt. Aber auch für die „kämpfende Fraktion" gab es Handwerkzeug abzugreifen um den Judokas nicht nur die passende Technik zu vermitteln, sondern ihnen auch Judo-Werte und die nötigen muskulären und koordinativen Grundlagen spiel-und-spaß-orientiert (und damit mit hoher Intensität) zu vermitteln.

Schade nur, dass sich offenbar nicht mehr Trainer aus unserem Bezirk Schwaben für die neuen Wege interessieren den Sanften Weg zu unterrichten. Die nächste Möglichkeit besteht bei der 4. Internationalen Tübinger Judo-Schulsport-Fortbildung vom 09.-11.10.2009.

Mathias Geislinger

Einige Bilder von der Fortbildung gibt es in der Bildergalerie